Rechtsanwalt Mobbing

„Gefühlt“ in nahezu jedem zweiten Beratungsgespräch mit Arbeitnehmern taucht irgendwann der Begriff „Mobbing“ auf.  Als Rechtsanwalt ist Mobbing zunächst kein Rechtsbegriff. Umso mehr kommt es darauf an, die Gesamtsituation im Arbeitsverhältnis richtig zu analysieren und eine individuell passende Lösung zu finden. Dabei ist es schon in vielen Fällen gelungen, durch eine sorgfältig entwickelte und konsequent sowie beharrlich umgesetzte Strategie Mandanten aus einer verzweifelten Situation herauszuführen und im besten Falle eine Zufriedenheit zu schaffen, mit der die Betroffenen selbst gar nicht mehr gerechnet haben.

Als weiterer Einstieg in die Thematik kann mein Beitrag „In 7 Schritten vom Mobbing zur Abfindung“ dienen.

  • Schritt 1: Der Auftakt – Wenn Sie bei Mobbing erst einmal cool bleiben, stellen Sie gleich am Anfang die Weichen richtig
  • Schritt 2: Die Beschwerde – Warum Sie zunächst einmal das mildeste Mittel gegen Mobbing wählen sollten
  • Schritt 3: Das Schmerzensgeld – Wie Sie die wichtigen rechtlichen Hebel beim Mobbing prüfen
  • Schritt 4: Das „Gegenmobbing“ – Wie Sie aus Ihrer Opferrolle beim Mobbing herauskommen
  • Schritt 5: Die Initiative des Arbeitgebers – Warum beim Mobbing Passivität an der richtigen Stelle sehr sinnvoll sein kann
  • Schritt 6: Der Abschluss – So veredeln Sie eine erfolgreiche Verhandlungsführung nach Mobbing durch eine Abfindung u. v. m. maßgerecht
  • Schritt 7: Die Nachbearbeitung – Warum Sie auch nach dem eigentlichen Abschluss einer Vereinbarung nach Mobbing noch aufmerksam bleiben sollten
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Mobbing erkennen, dokumentieren, kommunizieren und Lösungen finden

Mobbing am Arbeitsplatz kann für die betroffenen Beschäftigten verheerende Folgen haben. Dabei handelt es sich nicht nur um alltägliche Konflikte, sondern um gezielte Schikanen und Belästigungen, die die psychische Gesundheit, das Selbstwertgefühl und die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Leider sind Mobbing und Bossing in vielen Unternehmen immer noch ein weit verbreitetes Problem, das ernst genommen und aktiv angegangen werden muss.

Mobbing erkennen

Der erste Schritt zur Bekämpfung von Mobbing besteht darin, es zu erkennen. Mobbing ist oft subtil und kann als normales Verhalten getarnt sein. Es äußert sich jedoch häufig in wiederholten negativen Handlungen gegenüber einem Arbeitnehmer, wie ständige Kritik, Herabsetzung oder Ausschluss von sozialen Interaktionen. Es ist wichtig, diese Anzeichen frühzeitig zu erkennen und sich bewusst zu machen, dass Mobbing niemals akzeptabel ist.

Mobbing dokumentieren

Sobald Mobbing erkannt wird, ist die Dokumentation der Vorfälle von entscheidender Bedeutung. Jeder Mobbingvorfall sollte sorgfältig notiert werden, einschließlich Datum, Uhrzeit, Ort, beteiligte Personen und eine genaue Beschreibung des Vorfalls. Die Aufzeichnungen dienen später als wichtiges Beweismittel, um das Ausmaß des Mobbings zu belegen und seine Glaubwürdigkeit zu stärken.

Mobbing kommunizieren

Der nächste Schritt besteht darin, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. In vielen Fällen ist es möglich, dass der Arbeitgeber nicht über das Mobbing informiert ist und keine geeigneten Maßnahmen ergreifen kann, um das Mobbing zu beenden. Dem Arbeitgeber sollten alle dokumentierten Beweise vorgelegt werden, um die Ernsthaftigkeit der Situation zu verdeutlichen und die eigene Belastung zu erklären. Arbeitgeber haben die Pflicht, die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Arbeitnehmer zu schützen und ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen.

Wenn das Gespräch mit dem Arbeitgeber nicht zum gewünschten Ergebnis führt oder aufgrund der Hierarchie nicht möglich ist, kann ein Schlichtungs- oder Mediationsverfahren in Betracht gezogen werden. Dabei wird ein neutraler Vermittler hinzugezogen, um zwischen den Parteien zu vermitteln und eine Lösung zu finden. Diese Form der Konfliktlösung kann oft zu einem besseren Verständnis zwischen den Parteien führen und das Mobbing beenden.

Ein weiterer wichtiger Ansprechpartner für betroffene Beschäftigte ist der Betriebsrat. Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Beschäftigten und kann beratend und unterstützend tätig werden. Er kann den Arbeitgeber auffordern, gegen das Mobbing vorzugehen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation zu beenden.

Ich stehe Ihnen zur Seite

Wenn alle bisherigen Schritte zu keiner Lösung geführt haben, kann es notwendig sein, rechtliche Schritte einzuleiten. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht kann den betroffenen Arbeitnehmer über seine Rechte aufklären und rechtliche Schritte einleiten, um eine angemessene Abfindung zu erhalten. Die Abfindung soll den erlittenen Schaden ausgleichen und dem Arbeitnehmer eine finanzielle Grundlage für einen Neuanfang bieten.

Eine Entschädigung zu erhalten ist jedoch nicht das einzige Ziel bei der Bekämpfung von Mobbing. Es geht auch darum, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und dafür zu sorgen, dass Mobbing am Arbeitsplatz nicht toleriert wird. Jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf ein respektvolles und sicheres Arbeitsumfeld. Es ist wichtig, dass Unternehmen und Arbeitnehmer zusammenarbeiten, um ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mobbing keine Chance hat.

Insgesamt erfordert der Kampf gegen Mobbing am Arbeitsplatz Mut und Entschlossenheit. Es ist wichtig, nicht zu schweigen und seine Rechte zu kennen. Die Unterstützung durch einen Anwalt und den Betriebsrat kann helfen, Mobbing zu stoppen und eine faire Lösung zu finden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann Mobbing erfolgreich bekämpft und ein respektvolles Arbeitsumfeld für alle geschaffen werden.

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